Contour Crafting: Ein Haus aus dem 3D-Drucker

Mit einem gewaltigen 3D-Drucker möchte ein US-Forscher künftig Häuser in Entwicklungsländern in Rekordzeit aus dem Boden stampfen. Der Prozess soll in nur 20 Stunden abgeschlossen sein und umfasst neben dem Rohbau auch Installationsarbeiten.

Behrokh Khoshnevis, ein Forscher der University of Southern California, plant einen gewaltigen 3D-Drucker, der Häuser in nur 20 Stunden erbauen soll. Khoshnevis taufte seine Maschine „Contour Crafting“ und plant diese vor allem in Entwicklungsländern einzusetzen. Doch das System könnte auch für die Konstruktion von komplizierten Formen verwendet werden, wie ein von der NASA unterstützes Nebenprojekt von Khoshnevis zeigt. In diesem Experiment wurde vor allem überprüft, ob die Technologie zur Konstruktion von Gebäuden und Landebahnen auf dem Mond eingesetzt werden kann.









Einer der Prototypen, die in einer kurzen Animation gezeigt werden, besteht aus einem großen Gestell, das rund um die Baustelle platziert wird. Ähnlich wie bei herkömmlichen 3D-Druckern wird dann in einem additiven Verfahren der Baustoff, zumeist Zement, Schicht um Schicht aufgetragen. Dabei werden auch Elektro- und andere Leitungsinstallationen automatisch von der Maschine übernommen. Auch Farbe und Montage von Fenstern könnte von einfachen Robotern übernommen werden, sodass die Kosten und die aufgewandte Zeit auf ein Minimum sinken würden. Auch wenn Khsohnevis zugibt, dass diese Technologie unzählige Arbeitsstellen kosten dürfte, so gibt er sich dennoch enthusiastisch, dass dadurch vollkommen neue Arbeitsplätze entstehen könnten.

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