3D-Drucker für alle Fälle erschaffen

In einem FH-Projekt entwickeln Studierende der Richtungen Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen 3D-Drucker und stellen Prototypen her

Selbstgemachte Schokolade, ein saftiges Steak oder wie wäre es mit einem Schraubenzieher? Mit speziellen 3DDruckern könnte es in Zukunft durchaus machbar sein, dass man sogar zu Hause alles Mögliche selbst herstellen kann. Noch ist es allerdings Zukunftsmusik, das in den eigenen vier Wänden entstehen zu lassen. Doch die nächste industrielle Revolution durch 3D-Drucker ist bereits in vollem Gange. Beliebige Gegenstände wie Roboterteile, Kleidungen, essbare Dekorationen und selbst ganze Häuser können inzwischen gedruckt werden.

Die FH Kärnten hat bereits im Jahre 2008 ihren ersten 3D-Drucker gekauft. Seit zwei Jahren baut die FH aber eigene 3DDrucker. So entwickeln Studenten der Studienrichtungen Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen 3D-Drucker weiter, die mithilfe von modularen Köpfen mehrere Produkte herstellen können. „Ein Projekt beschäftigt sich mit 3D-Drucken von Nahrungsmitteln und Keramik. Ein anderes mit einem neuartigen Delta-3D-Drucker mit 3-Arm-Mechanik. Dadurch erlangen unsere Studenten Kernkompetenzen, die sie im Berufsleben gut anwenden können“, sagt Javad Zarbakhsh vom Studiengang Maschinenbau, der darauf hinweist, dass man mit Firmen wie etwa ZAMSTEC zusammenarbeitet.

 

„Das interdisziplinäre Projekt läuft bereits seit zwei Jahren“,weiß Bernhard Heiden vom FH-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen.

Geringe Herstellungszeit

Für Zarbakhsh liegt der Vorteil von 3D-Druckern auf der Hand: „Neue Produkte können so schneller auf den Markt kommen. Außerdem verringert solch ein Drucker die nötige Herstellungszeit vieler Produkte und lässt günstige Kleinserien zu.“ In Verbindung mit der neuen Technologie stellt sich auch die Frage nach dem legalen Aspekt. „Was kann gedruckt werden und was nicht?“, sagt Zarbakhsh. „Die Gesetzesgeber sind sich noch nicht einig, wie das Ganze behandelt werden soll. Entsprechende Gesetze werden demnächst aber erwartet.“