Erstes transparentes Glas aus 3D-Druckern präsentiert

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Glas so zu verarbeiten, dass das Endprodukt transparent ist, ist nicht einfach. Forscher haben das Kunststück jetzt erstmals mit einem 3D-Druckverfahren zustandegebracht.

Damit das Glas nach dem Aushärten transparent wird, haben Forscher am MIT einen Drucker entwickelt, bei dem das Glas zu jeder Zeit heiß genug bleibt. Vom Rohmaterialbehälter bis zur Druckdüse, die das Material in den Bauraum bringt, wird das flüssige Glas stets auf über tausend Grad Celsius erhitzt, deshalb ist der 3D-Drucker derzeit nicht für das Wohnzimmer geeignet. Durch die starke Erwärmung mittels Heizspulen und die dadurch nötige Isolierung des gesamten Geräts ist der Drucker auch relativ groß. Derzeit kann einfaches Glas, wie es bei normalen Trinkgläsern und vielen Fensterscheiben zum Einsatz kommt, gedruckt werden. Für Spezialgläser wie Pyrex müssten die Temperaturen noch deutlich höher sein. Die MIT-Forscher arbeiten derzeit daran, die Limitationen der Technik auszuloten.

Künstliche Blüten aus dem 3D-Drucker

Mit 3D-Druckern werden bereits viele Dinge produziert, zum Beispiel medizinische Implantate, Prothesen, Düsen für die Raumfahrt, Eiwsürfel oder sogar Autos. Nun druckten sich US-Biologen sogar ihr Experiment selbst: Für einen Versuch mit Nachtfaltern fertigten sie Modelle von Blüten (Symbolbild) an.

Schon seit dem Begründer der Evolutionstheorie, Charles Darwin, möchten Biologen wissen, wie die Form von Blüten von bestäubenden Insekten geformt wurde. Doch das ist recht schwierig zu erforschen: Forscher haben es mit gezielter Pflanzenzucht und mit zeitaufwendig, von Hand geformten Pappmaschee-Blüten versucht, wie es in einer Mitteilung zur Studie heißt.

Blüten in allen Formen
Beides limitiert aber klar die Zahl der Blütenformen, die untersucht werden können. Die Forscher um Eric Campos von der Universität von Washington in Seattle wollten dies bei Nachtfaltern aus der Gruppe der Schwärmer – berühmt durch den Film „Das Schweigen der Lämmer“ – erforschen.

Mit dem 3D-Drucker erzeugten sie eine Reihe von Plastikblüten, deren mathematisch errechnete Form von trompetenförmig gebogen bis zur flachen Scheibe mit einem Loch in der Mitte variierte. Diese Blüten befestigten sie auf einem Gitternetz in einem Käfig und füllten sie mit Zuckerwasser. Dann ließen sie Tabakschwärmer (Manduca sexta) frei umherfliegen und maßen, wie viel Zuckerwasser die Falter trinken konnten.

Berührung wichtiger als das Sehen
Schon ein geringes, trompetenförmiges Abweichen von der Scheibenform machte es den Faltern deutlich leichter, an den „Nektar“ zu kommen, berichten die Forscher im Fachjournal „Functional Ecology“. Sie schließen daraus, dass sich die Tiere eher durch Berührung an der Gestalt der Blüte orientieren statt visuell.

„Indem wir die Blütenform mathematisch variieren können, lassen sich die Rollen von kleinen, aber wichtigen Unterschieden in der Blütenform unterscheiden“, erklärt Campos die Vorteile der Methode. Der 3D-Druck könne das Verständnis von Pflanzen-Bestäuber-Wechselwirkungen revolutionieren, schätzt der Biologe.

3D-Drucker-Hersteller boomt

Das Unternehmen SLM Solutions, Hersteller von 3D-Druckern, wächst. Ihre Drucker würden in immer mehr Bereichen eingesetzt, heißt es. Mit einer raschen Gewinnausschüttung dürfen Anteilseigner trotzdem nicht rechnen.

Der Einfallsreichtum seiner Kunden lässt den 3D-Drucker-Hersteller SLM Solutions kräftig wachsen. „Wir sind positiv überrascht von der Fantasie unserer Kunden, wofür sie unsere Maschinen einsetzen und was für Teile sie damit bauen“, sagte Finanzvorstand Uwe Bögershausen der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag.

Der Auftragseingang soll im laufenden Jahr um etwa zwei Drittel auf mehr als 100 Maschinen steigen.

3D-Drucker würden inzwischen auch für die Produktion von Bauteilen und Maschinen in der Automobilindustrie eingesetzt. „Im Automobilsektor sind wir weiter als wir ursprünglich gedacht haben“, sagte Bögershausen. Die größten Abnehmer kämen weiter aus der Luftfahrtindustrie und der Medizintechnik.

Wohnhaus und Villa mittels 3D-Drucker errichtet

Das chinesische Bauunternehmen Winsun hat in einem Industriepark in Suzhou westlich von Shanghai zwei Gebäude errichtet, die mittels 3D-Drucker gefertigt wurden. Bei einem der Gebäude handelt es sich um ein fünfstöckiges Wohnhaus, beim anderen um eine 1.100-Quadratmeter-Villa. Weil die verwendete Druckmasse zum Teil aus Bauschutt besteht und extrem wenige Arbeiter am Bau der Gebäude beteiligt waren, ist das Verfahren ungemein billig. So billig, dass es die Bauwirtschaft revolutionieren könnte, hofft Winsun-Chef Ma Yihe.

Die Villa mit 1.100 Quadratmetern Wohnfläche habe umgerechnet nur rund 139.000 Euro in der Herstellung gekostet und auch das Wohnhaus sei deutlich billiger als bei konventioneller Bauweise, berichtet das IT-Portal

Neben den geringeren Kosten – beim Baumaterial sollen sich durch den 3D-Druck 30 bis 60 Prozent der Kosten einsparen lassen, bei den Personalkosten sogar 50 bis 80 Prozent – ist auch die Geschwindigkeit des Verfahrens bemerkenswert. Durch die Nutzung eines riesigen 3D-Druckers konnte man die Gebäude um 50 bis 70 Prozent schneller fertigstellen als mit konventionellen Baumethoden.

Gigantischer 3D-Drucker fertigt Gebäudeteile

Ausgedruckt wurden die Gebäudeteile in einer Winsun-Fabrik. Dort steht ein 6,6 Meter hoher 3D-Drucker mit einer Grundfläche von zehn mal 40 Metern, der die Bauteile Schicht für Schicht ausdruckt. Das kann man sich vorstellen wie bei einem Zuckerbäcker, der mit dem Spritzbeutel mehrere Schichten Creme auf eine Torte aufträgt. Die Druckvorlagen werden mit CAD-Software erstellt, gebaut werden die Einzelteile aus einer Mixtur aus Bau- und Industrieabfällen, schnelltrocknendem Zement und einem speziellen Härtungsmittel.

Den 3D-Drucker hat Firmenchef Ma Yihe selbst entwickelt. Der Tüftler erforscht 3D-Druck bereits seit mehr als zehn Jahren und gilt als Spezialist auf dem Gebiet. Ma hatte bereits vor rund einem Jahr international für Aufsehen gesorgt, als er zehn kleine Häuser innerhalb eines Tages ausdruckte . Schon damals kündigte er an, mit seinem 3D-Drucker künftig auch größere Strukturen herstellen zu wollen.

Als nächstes druckt Winsun Brücken und Hochhäuser

Mit dem Wohnhaus und der ausgedruckten Villa hat er sich diesen Traum nun erfüllt. Zwar ist beim 3D-Druck von Gebäudeteilen und deren Montage immer noch Handarbeit erforderlich – etwa, um Stahlverstärkungen und die Isolierung einzubauen. Die Ersparnis von Arbeitszeit und Rohstoffen hält Ma dennoch für signifikant.

Geht es nach den 3D-Druckspezialisten von Winsun , ist bei Häusern und Villen deshalb auch noch lange nicht Schluss. Für Ma Yihe und sein Team ist der Bau von noch größeren Gebäuden, Brücken und sogar Wolkenkratzern im Bereich des Möglichen. Man darf also gespannt sein, welche Projekte Ma Yihe als Nächstes angeht.

US-Raumschiff bringt 3D-Drucker und Mäuse zur Raumstation

Das mit 3D-Drucker und 20 Mäusen beladene US-Raumfahrzeug Dragon ist am Sonntag zu einer vierwöchigen Mission zur Internationalen Raumstation (ISS) gestartet.

 

Das unbemannte Raumfahrzeug, das von der privaten US-Firma SpaceX gestartet wurde, hob mit einer Falcon 9 Rakete um 1:52 Uhr früh EDT (7:52 Uhr MESZ) vom Luftwaffenstützpunkt Cape Canaveral in Florida ab, wie eine Liveübertragung von NASA-TV zeigte.

Etwa zehn Minuten später trennte sich das Raumschiff planmäßig von der zweiten Raketenstufe.

„Das Dragon Raumschiff ist im Orbit abgesetzt worden!“ sagte die US Raumfahrtagentur NASA in ihrem Blog.

Es war Dragons vierte Frachtmission zur ISS. Diese vier „regulären Frachtmissionen haben das Raumfahrzeug zu einem regelmäßigen Besucher des Labors in der Erdumlaufbahn gemacht,“ sagte die NASA.

Das Dragon-Raumfahrzeug transportierte 2,5 Tonnen Vorräte, wissenschaftliche Experimente und technologische Ausrüstung, darunter kritische Materialien für 255 wissenschaftliche und Forschungsexperimente.

Eine der neuen technologischen Ausrüstungen auf dem Weg ins Orbit ist ein 3D-Drucker in der Größe einer kleinen Mikrowelle, der das erste Gerät seiner Art im Weltraum sein wird.

„Die Hardware dient dazu, auszuprobieren, wie gut 3D-Drucken und die Schwerelosigkeit im All miteinander harmonieren,“ sagte die NASA in einer Stellungnahme vor dem Start. „Sein Einsatz im All signalisiert ein neues Zeitalter der Fertigung außerhalb der Erde.“

Der 3D-Drucker, der von der kommerziellen Firma Made In Space entwickelt wurde, könne innerhalb von 15 Minuten bis einer Stunde Plastikobjekte produzieren, sagte die Raumfahrtagentur.

Eine Gruppe von 20 Mäusen sind ebenfalls an Bord des Raumschiffs. Es ist das erste Mal, dass die Dragon lebende Säugetiere transportiert.

Die NASA sagte, die Forschung an den Nagern ermögliche Wissenschaftlern, die Langzeitauswirkungen der Schwerelosigkeit auf die Physiologie von Säugern zu studieren.

Außerdem transportierte das Raumschiff ein wissenschaftliches Instrument namens ISS-RapidScat, das von der Internationalen Raumstation aus Winde über den Ozeanen beobachten wird.

Dragon wird die ISS Dienstag früh erreichen und Mitte Oktober zur Erde zurückkehren. Sie wird dabei mit Hilfe von Fallschirmen südlich der südkalifornischen Küste wassern.

Dragon ist das einzige im Einsatz befindliche Raumschiff der Vereinigten Staaten, das in der Lage ist, eine nennenswerte Menge Ladung, darunter Experimente, zur Erde zurückzubringen.

SpaceX, eine in Kalifornien beheimatete Firma, hat einen Auftrag der NASA im Wert von 1,2 Milliarden Euro zur Durchführung von zwölf Frachtmissionen zur ISS mit dem Dragon-Raumschiff und der Falcon 9 Rakete.

Anfang der Woche erhielt die Firma einen NASA Auftrag über zwei Milliarden Euro zur Entwicklung und zum Betrieb eines bemannten Dragon-Raumschiffs bis 2017.

NASA hat in der Hoffnung, die Abhängigkeit der USA von russischen bemannten Missionen zu beenden, auch Boeing für 3,3 Milliarden Euro beauftragt, ein zweites Raumtaxi zu entwickeln.

3D-Drucker für alle Fälle erschaffen

In einem FH-Projekt entwickeln Studierende der Richtungen Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen 3D-Drucker und stellen Prototypen her

Selbstgemachte Schokolade, ein saftiges Steak oder wie wäre es mit einem Schraubenzieher? Mit speziellen 3DDruckern könnte es in Zukunft durchaus machbar sein, dass man sogar zu Hause alles Mögliche selbst herstellen kann. Noch ist es allerdings Zukunftsmusik, das in den eigenen vier Wänden entstehen zu lassen. Doch die nächste industrielle Revolution durch 3D-Drucker ist bereits in vollem Gange. Beliebige Gegenstände wie Roboterteile, Kleidungen, essbare Dekorationen und selbst ganze Häuser können inzwischen gedruckt werden.

Die FH Kärnten hat bereits im Jahre 2008 ihren ersten 3D-Drucker gekauft. Seit zwei Jahren baut die FH aber eigene 3DDrucker. So entwickeln Studenten der Studienrichtungen Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen 3D-Drucker weiter, die mithilfe von modularen Köpfen mehrere Produkte herstellen können. „Ein Projekt beschäftigt sich mit 3D-Drucken von Nahrungsmitteln und Keramik. Ein anderes mit einem neuartigen Delta-3D-Drucker mit 3-Arm-Mechanik. Dadurch erlangen unsere Studenten Kernkompetenzen, die sie im Berufsleben gut anwenden können“, sagt Javad Zarbakhsh vom Studiengang Maschinenbau, der darauf hinweist, dass man mit Firmen wie etwa ZAMSTEC zusammenarbeitet.

 

„Das interdisziplinäre Projekt läuft bereits seit zwei Jahren“,weiß Bernhard Heiden vom FH-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen.

Geringe Herstellungszeit

Für Zarbakhsh liegt der Vorteil von 3D-Druckern auf der Hand: „Neue Produkte können so schneller auf den Markt kommen. Außerdem verringert solch ein Drucker die nötige Herstellungszeit vieler Produkte und lässt günstige Kleinserien zu.“ In Verbindung mit der neuen Technologie stellt sich auch die Frage nach dem legalen Aspekt. „Was kann gedruckt werden und was nicht?“, sagt Zarbakhsh. „Die Gesetzesgeber sind sich noch nicht einig, wie das Ganze behandelt werden soll. Entsprechende Gesetze werden demnächst aber erwartet.“

Dieser 3D-Drucker macht Make-Up









Die Harvard-Studentin Grace Choi will die Kosmetik-Branche revolutionieren: Mit ihrem „Mink“ soll jeder seine eigene Schminke drucken können.

Warum muss man so viel Geld für Make-Up, Lippenstift und Lidschatten ausgeben? Diese Frage stelle sich auch Grace Choi. Die Antwort ist simpel: Die Inhaltsstoffe sind billig aber die Produzenten verlangen horrenden Preise für Farbdesigns. Allerdings verwenden auch Tintenstrahldrucker weitgehend chemisch gleiche Farbzusammensetzungen. Warum nicht Schminke per 3D-Drucker zu Hause selbst herstellen?

Die Idee für den „Mink“ (ein Kunstwort aus „Make-up“ und “Ink“ (engl. Tinte)) war geboren. bild.de

Keramik 3D Drucker

Keramik-Lampe-3d

Die israelischen Kollegen von Studio Under haben einen 3D Drucker entwickelt, mit dem es möglich ist Objekte aus keramischer Masse (Keramik) in verschiedenen Farbtönen herzustellen. Das Unternehmen wurde erst vor etwas mehr als einem Jahr gegründet, seither beschäftigen sie sich mit der Forschung von 3D Druckern, die exklusive Wohnraum-Objekte wie Lampen aus Keramik drucken können. » weblogit